Industriebeirat hat getagt: breiter fachlicher Austausch im ProDok-Projekt

ProDok 4.0 Industriebeirat 2016 Vorstellung des Wissensmanagementsystems Xpert@work bei KUKA Roboter - Dr. Jürgen Bock, KUKA Roboter

ProDok 4.0 Industriebeirat 2016 Vorstellung des Wissensmanagementsystems Xpert@work – Dr. Jürgen Bock, KUKA Roboter

Ein erfolgreiches Projektjahr liegt hinter uns. Wir sind weiter als geplant und haben uns auch für die nächsten Arbeitspakete viel vorgenommen. Zeit für eine Zwischenreflektion mit unserem Industriebeirat, die wir am 16.11.2016 in Form einer Tagung in den Räumlichkeiten des Verbundskoordinators dictaJet GmbH in Wiesbaden abhalten konnten.

Wir: das ist der Projektverbund im BMBF-Projekt ProDok 4.0 – prozessorientierte Dokumentation für Industrie 4.0. Im Verbund arbeiten die dictaJet GmbH mit der Hochschule Darmstadt (h_da), KUKA Roboter GmbH und ISRA Surface Vision GmbH gemeinsam an einem Demonstrator, der Informations- und Dokumentationsprozesse für Industrie 4.0-Umgebungen optimieren soll.

Nach unserem ersten Projektjahr haben wir uns Feedback gewünscht. Wir wollten mehr als ein „gegenseitiges Schulterklopfen“, wir wollten eine Einschätzung von Handlungsträgern aus Industrie und Wissenschaft, ob wir mit unserem Projektziel auf dem richtigen Kurs sind. Zu diesem Zweck haben wir am 16.11.2016 vor mehr als 30 Teilnehmerinnen und Teilnehmern Ziele, Nutzer und Anwendungsgebiete von ProDok vorgestellt, den Stand der Dinge reflektiert (Seite 2) und Visionen für die Zukunft erarbeitet (Seiten 3-5).

Unser Industriebeirat war breit aufgestellt und konnte aus diesen Erfahrungsgebieten sein Feedback einbringen:

  • Maschinen- und Anlagenbau
  • Elektrotechnik
  • Messtechnik
  • Infrastrukturmanagement
  • Technische Dokumentation
  • Dokumentenmanagement

An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an alle Gäste für die angeregte Diskussion.

Präsentation der Projektziele und Ergebnisse im ersten Jahr

ProDok 4.0 - Nutzer und ihre Handlungs- und Informationsbedarfe

ProDok 4.0 – Nutzer und ihre Handlungs- und Informationsbedarfe

Im Projekt ProDok entwickeln wir einen Demonstrator für Informations- und Dokumentationsprozesse in Industrie 4.0. Das System soll über mobile Endgeräte erreichbar sein und für alle Dienstleister im Maschinenpark von Nutzen sein.

Die Nutzer von ProDok 4.0 sind Mensch, Maschine und Prozesse gleichermaßen. Die Dienstleister an der Maschine sind z.B. Anwendungsentwickler, Systemintegratoren, Beauftragte für den Arbeitsschutz oder Service-Techniker. Alle diese Nutzer haben einen Informations-, aber auch einen Handlungsbedarf, auf das das System interaktiv eingehen muss (Abbildung rechts). Daher erlaubt ProDok auch Eingaben ins System. Die Maschine wird dabei im Sinne von predictive maintenance in ihren Inbetriebnahme- oder Wartungsprozessen unterstützt. Diese verlaufen durch gelungene Dokumentationsprozesse effizienter und transparenter.

In dem im Projekt betrachteten Use Case wird ein Anwendungsentwickler aus der Robotik dabei unterstützt, Fehlerfälle in der Programmierung des Roboters zu identifizieren und zu beheben. In diesem Anwendungsfall besteht bereits eine ausführlich bestückte Wissensbasis, auf die das System ProDok zugreift. Durch maschinelles Lernen werden Fehlerfälle den jeweils relevanten Informationsstücken zugeordnet.

Kein Softwareprodukt „von der Stange“

ProDok ist kein Softwareprodukt „von der Stange“, daher ist der Demonstrator auf den Use Case zugeschnitten. Die Nutzeroberfläche des Demonstrators zeigt Symptome, Ursachen und Lösungsvorschläge im jeweiligen Fehlerfall, nach allen Bereichen kann auch gefiltert werden. Zusätzlich kann der Nutzer vor Ort eine Fehlerhistorie und verschiedene weitere Suchfunktionen nutzen und erhält immer die jeweils relevante Information und einen Link zur Dokumentation.

ProDok 4.0 - Erster Use-Case im Maschinenlebenszyklus

ProDok 4.0 – Erster Use-Case im Maschinenlebenszyklus (rot markiert)

ProDok ist in jeder Phase des Maschinenlebenszyklusses relevant. Dieser erste Use Case findet statt in der Phase der Projektierung und vor der ersten Inbetriebnahme im Maschinenpark. Ein weiterer Anwendungsfall wird während des Betriebes zum Tragen kommen (Abbildung links).

 

Eindrücke in Bildern