Industriebeirat hat getagt: breiter fachlicher Austausch im ProDok-Projekt

Reflektion und Diskussion mit unserem Industriebeirat

Bereits im Vorfeld hatten wir Fragen im Projektteam gesammelt und zu drei Themengebieten zusammengefasst:

  1. Wissensarbeit
    Welche Bedürfnisse als möglicher ProDok-Nutzer haben Sie als Wissensarbeiter?
  2. Unternehmensprozesse
    Welche Prozesse im Unternehmen sind bei der Einführung eines ProDok-Systems jeweils zu beachten?
  3. Technik
    Welche Funktionen und Rahmenbedingungen müssen wir noch berücksichtigen?

Dies nehmen wir als Feedback mit:

Was wir in der Wissensarbeit beachten müssen:

  • Sicherheit!
    Nutzer wünschen sich sichere Information im Sinne der Qualität, aber auch Sicherheitshinweise der Maschine, die an relevanten Stellen platziert werden müssen.
  • Einfachheit!
    Im Zeitalter der Digitalisierung und der Multimedialität können wir auf neuartige Medien zugreifen, um den Wunsch nach einer einfachen Bedienung zu erfüllen. Am besten wäre ein System, in das man auch sprachbasiert eine Eingabe machen kann, die automatisch an Fachleute weitergegeben wird. Diese können dann den redaktionellen Teil übernehmen und eine gute sprachliche Form wählen.
  • Überblick!
    In welcher Produktgruppe befinde ich mich als Wartungstechniker? Wo kann ich mir Querverweise anzeigen lassen?
  • Rollenspezifikation!
    Nicht nur durch eine aktive (Anmeldung des Nutzers), sondern auch eine passive Personalisierung des Systems (aus dem Nutzerverhalten), soll eine rollenspezifische Informationsversorgung angeboten werden.
  • Feedback erwünscht!
    Durch die Funktionalität einer intelligenten Feedback-Abfrage können wertwolle Informationen für die ständige Verbesserung der Wissensbasis und ihrer Bedienung gesammelt werden.

Was wir im Hinblick auf Unternehmensprozesse beachten sollten:

  • Transparenz!
    Hier kann ProDok einen wesentlichen Beitrag leisten. Mitarbeiter wünschen sich mehr Einblick in Prozesse. Eine gemeinsame Wissensbasis schafft auch mehr Motivation für die Zusammenarbeit.
  • Qualität!
    Diese sollte mit einem Leitfaden und guten Vorlagen/Templates gesichert werden. Qualitätssicherungsprozesse müssen transparent sein, um das Vertrauen in die Güte der Informationsversorgung zu gewährleisten.
  • Integration!
    Bestehende Systeme, aber auch nicht-technische Abläufe wie „technologische Readiness“ sowie das Zusammenwirken von Abteilungen müssen beachtet werden. Datenschutzrichtlinien müssen berücksichtigt werden.
  • Kosten!
    ProDok könnte zu teuer werden, wenn keine gute Anbindung an die Prozesse und Abläufe im Unternehmen hergestellt werden kann

Was wir technisch bedenken sollten:

  • Mobilität!
    ProDok sollte über beliebige Endgeräte nutzbar sein.
  • Informationssicherheit!
    ProDok darf nicht zur Sicherheitslücke werden.
  • Neue Formate!
    Sprachsteuerung, Videoformate, Augmented und Virtual Reality sollten beachtet werden.
  • Tracking-Technologien!
    Hier besteht hohes Lernpotenzial für die Unternehmensprozesse: Aus dem Nutzerverhalten ermitteln, welche Formen der Dokumentationsdarstellung kommen beim Nutzer gut an, welche nicht?

Für dieses ausführliche Feedback möchten wir uns bei unserem Indusgtriebeirat bedanken. Nicht alles davon hat Platz in einem Forschungsprojekt, aber es hilft über den Tellerrand hinauszublicken.

Eindrücke in Bildern