Industriebeirat hat getagt: breiter fachlicher Austausch im ProDok-Projekt

Thementisch „Technische Infrastruktur“

Welche Anforderungen sollte die Technische Infrastruktur und Anwendungssoftware erfüllen, um ein ProDok4.0 – System in ihrem Unternehmen zu integrieren? Mit dieser Frage wurde der Industriebeirat am Thementisch „Technische Infrastruktur“, moderiert von Prof. Dr. Bernhard Humm und Ulrich Beez von der Hochschule Darmstadt, zur Diskussion angeregt. Schwerpunkt der Diskussion lag in den Themenbereichen Datenintegration, Content Editing und Nutzerinteraktion.

ProDok 4.0 – Big Data – Data Mining und Machine Learning

Im Projekt ProDok 4.0 sind die intelligente Vernetzung von heterogenen Maschinendaten sowie die nutzerspezifische und rollenbasierte Verfügbarkeit von Daten zentrale Themen. Die Herausforderung bei der Datenintegration ist zum einen die Identifizierung der relevanten Datenquellen und zum anderen die anschließende Auswertung von Massendaten (Big Data) durch statistische Datenauswertung (Data Mining). ProDok 4.0 sollte Fehlerabhängigkeiten erkennen und lernen, beispielsweise durch regelbasierte Verfahren. Im Fall, dass keine Regeln formuliert werden können, ist der Einsatz von Machine Learning eine mögliche Variante. Durch Semantic Lifting, das heißt, dass Content mit Wissen angereichert wird, kann eine zentrale oder föderative Wissenbasis geschaffen werden.

Kollaborative Erstellung, Bearbeitung und Organisation von Inhalten

ProDok 4.0: Ergebnisse der Diskussion um die "Technische Infrastruktur"

ProDok 4.0: Ergebnisse der Diskussion um die „Technische Infrastruktur“

Vorteil der Anwendung eines Content Managementsystems (CMS) ist die kollaborative Erstellung, Bearbeitung und Organisation von Inhalten. Zur Diskussion am Thementisch stand beim Content Editing die Implementierung einer Kommentierungsfunktion, u.a. zur Qualitätsverbesserung à la Social Media, die Verwendung ontologiebasierter Textbausteine und sowie die Möglichkeit einer automatischen Verschlagwortung. Diskutiert wurde auch, ob eine Spracheingabe die Arbeit eines Content Editors erleichtern würde.

Zum Thema „Nutzerinteraktion“

Beim Thema Nutzerinteraktion war sich unser Industriebeirat einig, dass eine einfache, intuitive, nutzerspezifische Bedienbarkeit unter Einbezug von multimedialer Interaktion, z.B. Augmented Reality, Video, Gesten, etc. gewünscht ist. Bei den nutzerspezifischen Daten sollte die Möglichkeit bestehen, Kennzahlen zu bilden (z.B.: Eintrittswahrscheinlichkeit, Priorität), Meldungen/Fehlerarten zu unterscheiden beispielswiese durch die Auswahl verschiedener Ebenen (Detail/Übersicht) oder aber auch verschiedene Diagrammarten (Diagramm/Tabelle). Das erneute pinnen/taggen der Daten zur Rückverfolgbarkeit und Nachvollziehbarkeit ist eine weitere Anforderung an die möglichen Nutzerinteraktionen.

Eindrücke in Bildern